Technologieoffenheit
In den Medien werden die Begriffe „Technologieoffenheit“ und „Technologiefreiheit“ besonders in Verbindung mit der individuellen Mobilität kontrovers diskutiert. Ich bin der Meinung, dass nur durch Technologieoffenheit der ökologische Wandel gelingen kann, weil eben nicht jede Lösung für jeden Nutzer die richtige ist.
Ein Hausbesitzer auf dem Land, der auf sein Auto angewiesen ist, sich Photovoltaik aufs Dach setzt, und die erzeugte Energie in sein Fahrzeug lädt, kann ähnlich ökologisch unterwegs sein wie ein Stadtmensch, der weder Platz noch Lademöglichkeit für ein eigenes E-Auto hat und deshalb öffentliche Verkehrsmittel, Lastenfahrrad oder Carsharing nutzt.
In der Geschäftswelt darf trotz der Möglichkeit von Online-Meetings der persönliche Kontakt mit Handschlag und Vor-Ort-Terminen oft nicht fehlen, weil es das Verständnis füreinander stärkt und die Positionen besser ausgetauscht werden können. Die aktuell noch eingeschränkte Ladeinfrastruktur macht es vielen Menschen deshalb schwer, sich gänzlich auf E-Mobilität verlassen zu können.
Deshalb wünsche ich mir Technologieoffenheit, denn die Bedürfnisse der Menschen sind sehr verschieden. Der Markt wird regeln, welche Produkte in Zukunft gekauft werden, weil sie gebraucht werden, weil sie bezahlbar sind, weil sie den individuellen Vorstellungen der Menschen entsprechen.
Nur eine bestimmte Technologie weiter zu verfolgen, ist auch ökologisch und wirtschaftlich nicht sinnvoll, da die Vergangenheit zeigt: neue Erfindungen werden immer aus der Kombination von Altem und Neuem geboren.
Freiheit sorgt für kreatives Denken und Innovation - Verbote setzen Grenzen und diskriminieren.
oder
Wer keine Offenheit zulässt, beraubt sich der Möglichkeit für kreative Prozesse.
oder
Erst kommt die Offenheit - dann die Kreativität - dann die Klarheit.
oder
Offenheit bringt Klarheit.
In der Kürze
liegt die Würze.
Herzlichst
Bernd Weiskopf